
Manuelle myofasziale Triggerpunkt-Therapie
Die Muskulatur macht 30-40 % unseres Körpergewichts aus. Sie bewegt und stabilisiert die Gelenke.
Die Muskulatur hält uns in Position, sie lässt uns stehen und gehen. Muskeln lassen uns Sport treiben und Balletttanzen. Umso mehr erstaunt es, dass die Muskulatur als primäre Ursache für Schmerz und Dysfunktion lange Zeit unterschätzt, ja übersehen wurde.
Als Triggerpunkt-Therapeut bin ich darauf geschult, betroffene Muskeln zu entdecken und zu behandeln.
Was wird bei der manuellen Triggerpunkt-Therapie überhaupt gemacht?
Über Handgriffe wird der Verspannungszustand betroffener Muskelanteile behoben. Mit gezielten Techniken werden Kontraktionsknoten, Veränderungen des Bindegewebes und Vernarbungen gelöst und gedehnt.
In weiteren Schritten kommen therapeutische Dehnungen, Stretching-Übungen für zu Hause und aktive Übungen dazu.
Der Muskel heilt sich selbst
Ziel der Behandlung ist es, die strukturellen Verhältnisse im Muskel zu verbessern und die Durchblutung anzuregen. Dies führt zu einem verbesserten lokalen Stoffwechsel und zu einer erhöhten Sauerstoffversorgung des Gewebes. Die Selbstheilung wird aktiviert und optimiert, die Muskelzellen können sich neu organisieren und ihre normale Funktion wieder aufnehmen.
Klassische Diagnosen, welche gut auf Triggerpunkt- Behandlung ansprechen
... und somit mindestens eine muskuläre Komponente aufweisen:
Grundsätzlich können in jedem Muskel Verspannungsherde, so genannte Triggerpunkte (TrP), entstehen. Von entscheidender Bedeutung ist dabei die Tatsache, dass der Entstehungsort des Schmerzes nicht mit der schmerzenden Stelle am Körper identisch sein muss. So kann zum Beispiel ein Muskel, welcher hinten auf dem Schulterblatt liegt, vorne in der Schulter „Gelenksschmerzen“ verursachen. Es versteht sich von selbst, wo das Problem angegangen werden muss, nämlich im Muskel hinten auf dem Schulterblatt.

Mit freundlicher Genehmigung:
"Myofascial Pain Dysfunction; The Trigger Point Manual copyright 1999, Lippincott Williams & Wilkins. LWW.COM. All rights reserved."
Was ist ein muskulärer Triggerpunkt?
Bei der Suche nach TrP wird nach so genannten Hartspann-Strängen getastet, welche sich in der überlasteteten oder verletzten Muskulatur bilden. Hartspannstränge weisen auf ein lokal begrenztes Verspannungsgebiet in der Muskulatur hin. In diesen Muskelfasern, welche unter erhöhter Spannung stehen, kann der Therapeut schmerzhafte Areale ertasten. Diese überempfindlichen Stellen reagieren auf Druck oder lokale Dehnung oft mit einer Zuckungsantwort. Ein untrügliches Zeichen für das Vorhandensein eines Triggerpunkts.

Mit freundlicher Genehmigung:
"Myofascial Pain Dysfunction; The Trigger Point Manual copyright 1999, Lippincott Williams & Wilkins. LWW.COM. All rights reserved."
Ein weiteres wichtiges Indiz ist die Reproduzierbarkeit von Schmerzen, welche der Patientin bekannt sind. Der Muskel scheint an jenen Stellen besonders anfällig zu sein, an welchen er mit dem motorischen Nerv in Verbindung steht. Dies würde erklären, warum die TrP bei unterschiedlichen Individuen in den gleichen Muskelarealen auftreten.
Was sind typische Zeichen für ein myofasziales Schmerz- und Dysfunktions-Problem?

Mit freundlicher Genehmigung:
"Myofascial Pain Dysfunction; The Trigger Point Manual copyright 1999, Lippincott Williams & Wilkins. LWW.COM. All rights reserved."
Es wirkt bei…
Haben Ihre Beschwerden ihren Ursprung in der Muskulatur, haben Sie gute Chancen auf Besserung oder Schmerzfreiheit. Auch chronische Leiden lassen sich oft noch sehr gut beeinflussen.
Die Behandlung ist intensiv und kann recht schmerzhaft sein. Der Therapeut soll Ihre Schmerztoleranz aber nie überschreiten. Tun Sie dies mit einem klaren „Stopp!“ kund.
Was kann der Auslöser für Triggerpunkte sein?
Die Ursachen für ein myofasziales Schmerzproblem sind vielfältig. Wie bereits erwähnt, kann eine Muskelverletzung oder eine Überlastung die Ursache sein. Überlastend kann sich sowohl anhaltende Arbeit am PC, als auch Handwerksarbeit auswirken.
Triggerpunkte können bei Profi- und Hobby-Sportlern ein Grund für Schmerz und Dysfunktion sein. Ungewohnte Muskelarbeit oder zu schwache Muskulatur erhöht die Anfälligkeit für Muskelverspannungen. Psychischer Stress kann die Situation akzentuieren, ist aber meist nicht die Ursache.
Wieso schmerzt ein Triggerpunkt?
Im Triggerpunkt können die Muskelfasern nicht mehr in ihren entspannten Zustand zurückkehren. Dies führt zu einer schlechten Eigendurchblutung, einem verlangsamten lokalen Stoffwechsel und zu einer verminderten Sauerstoffversorgung. Als Reaktion kommt es in diesen Zonen zu einer Ausschüttung von Entzündungssubstanzen in das Gewebe. Dies ist der Grund dafür, dass der TrP stark auf Druck reagiert und schmerzhaft ist. Der Muskel ist in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, anfällig und empfindlich. Selbstunterhaltende Prozesse verhindern ein spontanes Abheilen und die lästigen Beschwerden führen dazu, dass der Betroffene medizinische Hilfe in Anspruch nehmen muss.